Einfallsreichtum ertränken

 

5156322.jpeg

„Alter, jetzt ein Nutella-Brot wär geil.“ Solche Ideen meine ich zwar nicht, wenn ich diesen kryptischen Titel über meinen Blog setze, aber ebenso spontan wie dieser Gedanke einige am Abend im Bett plagt, tauchen Ideen in Situationen auf, in denen man kaum mit ihnen rechnet. Und man schon die Zähne geputzt hat.

Besonders auffällig scheint mir dieses Phänomen in Momenten, in denen wir aktiv nichts mehr tun. Kurz vorm Einschlafen oder im Zustand absoluter Übermudung vergisst das Gehirn anscheinend manchmal komplett wer, was und wo wir eigentlich grade sind. Ohne wirklich zu träumen entwickeln sich dann Gedanken in einem, die losgelöst von der eigenen Person funktionieren. Die in genau dem Moment dann Sinn ergeben und eine faszinierende Wirkung haben. Oft dachte ich mir in diesen Stunden der Hirndämmerung, wie gut durchdacht diese Geschichte doch sei, die mein Kopf mir grad abspielt, wie wunderbar man diese Geschichte in einem Buch zusammenfassen könnte, wie noch niemand darauf gekommen sein kann. Und nur wenige Minuten später hat sich diese Eigebung dann wie die untergehende Sonne verflüssigt. Übrig sind dann nur Reste und vielmehr Gefühle als Inhalte, die noch an die Story erinnern, die grad vorm inneren Auge abgespielt wurde. Manhmal, wenn dann doch ein etwas größerer Funken übergesprungen ist, kann diese Idee allerdings auslösen, dass man einen kleinen Teil dieser kreativen Phase mitnimmt und uter großer Anstrengung und sehr unelegant in eine wirkliche Handlung umsetzen kann.

Das ist überhaupt das faszinierende an Ideen. Es ist kaum Energie oder Leistung notwendig, um eine zu haben, um eine zu veriwkrlichen dann aber schon. Wie ein Windstoß, sogar Sturm, der aus dem Fenster beobachtet unsichtbar ist, bei der leichtesten physischen Auseinandersetzung allerdings ein weites Spektrum an Wahrnehmungen offenbart.

Wenn es so einfach wäre, wie Wickie es uns immer hat weis machen wollen, wäre es auch irgendwie langweilig. Einmal an der Nase reiben und wie aus dem Nichts erhellt uns ein Feuerwerk aus bunten Sternen mit einer Idee, die sogar raubeinige Wikinger überzeugen kann. Wahrscheinlich nicht. Aber was Wickie uns mit auf den Weg gegeben hat, ist, dass derjenige der sich von bestehende Systemen hinwegdenkt, fruchtbaren Nährboden für ungedachte Ideen bietet. Einem Zustand, den wir in unserem Alter nur zufällig im Döszustand erreichen können, ist Wickie deutlich näher. Er ist ein Kind. Kindliche und jugendliche Naivität kann also nicht nur unreflektierte Entscheidungen begüstigen, sondern auch unvoreingenommene, scheinbar dumme Enscheidungen und Ideen, die einzig und allein auf der Annahme beruhen, dass Annahmen unwichtig sind.

Kann man dem der keine hat deswegen jetzt Vorwürfe machen, weil Ideen ja keine Energie erfordern? Ich glaub nicht, weil es uns heutzutage bei dauernder Beschallung und Versorgung mit Eindrücken gar nicht mehr danach verlangt, selbst solche Eindrücke zu erzeugen. In einer bestimmten Art und Weise suchen wir dann online oder in Schlagzeilen nach unseren Ideen. Paradoxerweise macht das Sinn. Selbst wenn wir nur aus Beschäftigungsdrang eine Serie schauen oder von Youtube zu Youtube Video springen, hoffe wir in jedem Moment darauf, dass das Gehörte oder Gelesene uns eine Idee näher daran bringt uns zu verstehen.

Noch eine kleine Idee zum Thema Ideen! Die Grundlage für viele Erfidunge, die heute unsere Alltag erleichtern, gehen auf Ideen zurück, die jemand hatte, dem etwas fehlte. Wenn Leonardo Da Vinci seine Tiefkühlpizza as dem Ofen holte und sich dabei die FInger vebrannte, oder Michelangelo seine Sitznachbarn beim Gladiatorenkampf nicht mit lauter Musik stören wollte, dann entstanden Topflappen und Kopfhörer. Aber was fehlt uns heute noch? Essentiell nichts, gefühlt immer etwas zur Beschäftigung. Aus solchen Gefühln entstehen dann bestimmt so Dinge wie Fidget-Spinner. Auch aus disem Grund ist dieser Dämmerzustand so wichtig als FUndament kreativer Ideen. Dann orientieren die Ideen nicht an dem was uns fehlt, sondern nur an den Grundlagen unserer Wahrnehmung, dem Unterbewusstsein.

Einen neuen Computer auf einen mit PCs gefluteten und scheinbar gesättigten Markt zu schicken, selbstfahrende Elektro-Autos bauen, trotz der Schlagzeilen, die ungeahnte Preise verheißen oder einfach um 2 Uhr Nachts ein Nutella-Brot essen, eine Idee haben, dumm oder nicht, egal.

Und was mir jetzt noch plötzlich wie ein unangekündigter Schlussatz einfällt, eine kleine Idee in sich selbst, was für eine Ironie, ist, dass es im deutschen kein Verb zur Idee gibt. Denn eine Idee zu haben ist nichts aktives, ncihts bestimmtes, dass irgendein Subjekt tun könnte. Ideen kommen und gehen. Und wir entscheiden ob sie bleiben.
Bilder:

https://www.hoerspiel.de/hoerspiel/Serien/Wickie-und-die-starken-Maenner/WICKIE-UND-DIE-STARKEN-MAENNER/E1AD70AE465DDB61F8EDFA0E391FF510AEB2ACF3357A8729/

https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Apple_logo_black.svg

https://www.sweets-online.com/schokolade/schokoladenspezialitaeten/schokoladenerlebnis/ferrero-nutella-450g-glas-brotaufstrich/a-31411/

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s