Neue Musik 01.12.17

Roy Woods – SAY LESS

Neues aus der OVO-Schmiede um Drake. Roy Woods bleibt dem Namen seines Albums SAY LESS dabei treu und bringt minimalistischen RnB auf die Platte, der zwischen Autotune und Soul, zwische Mumble und Flow eine Schiene fährt, die nicht besonders beeindruckt oder flasht, aber eben auch nicht so klingt, wie viele andere Alben dieses Genres. Anders als z.B. Tyler, Frank und Jaden Smith layert Roy Woods viel weniger Ebenen übereinander. Say Less und Balance bieten so tiefenentspannten aber auch clubreifen Sound, der ausnahmsweise mal nicht prätentiös rüberkommt. Mit B-Town ist sogar noch ein sehr interesanter Track auf dem Album vertreten, der den Flow von Rappern wie Yung Lean verbindet mit einem fast karibischen Refrain. Definitiv das Highlight eines soliden Albums, mit welchem sich Roy Wood als bescheidener Newcomer präsentiert. Eine angenehme Abwechslung also für jeden, der Hip-Hop schätzt, von Alben wie SYRE aber eher genervt als beeindruckt ist.

anhören: B-Town, Say Less

 

U2 – Songs of Experience

Pop-Titanen größer als Dieter Bohlen? Das können nur die stadionfüllenden Iren sein, die mir Bono an der Front neue Maßstäbe setzten. Und auch in dem neuen Album sind sich die Insulaner nicht zu fein zu innovieren. Bereits im ersten Song Love Is All We Have Left klingt U2 leicht nach Depeche Mode und auch den Killers nicht so fern. Gepitchte Stimme und Texte, die so positiv und so wenig zynisch daherkommen, dass man sie fast nicht ins Jahre 2017 verorten würde. Hymnen, wie You´re The Best Thing About Me finden Platz neben Balladen wie Summer Of Love. Wer also von U2 epische Inszenierung und leicht überhebliche Positivity erwartet, wird auch genau das erhalten. Was kann bei Titeln wie Landlady, The Blackout und The Showman auch schon danebengehen, verständlich also, dass Brandon Flowers Bono fragte Have All The Songs Been Written?

anhören: Love is All We Have Left, You’re the Best Thing About Me

 

Chris Stapleton –  From A Room: Volume 2

Wenn man genau weiß, was man erwartet, und genau bekommt, was man erwartet, kann man sich eigentlich nicht beschweren. Solider Country wartet vom ersten bis zum letzten Track auf einen, Innovation wäre hier auch Fehl am Platze. Es lohnt sich nicht, hier einen einzelnen Track hervorzuheben und als Beispiel für das Können Stapletons an den potenziellen Hörer heranzutragen. Wer Bock hat auf gemütlichen Country kann sich diese Scheibe ohne Sorge von vorne bis hinten anhören.

anhören: alles oder nichts

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