Neue Musik 06.04.

Alben

Kali Uchis – Isolation

Nach der ersten Single “After The Storm feat. Tyler The Creator” überzeugt auch der Rest des Albums von Kali Uchis mit Retro-Vibes, die sich in einen progressiven Rahmen aus funkigen Beats einfügen. Dicht und gefühlvoll geben sich Songs wie “Miami feat. BIA” und “Flight 22”, die gleichzeitig Vorstadt-Atmosphäre und Strandleben vertonen. “Tyrant feat. Jorja Smith” wirkt dabei sogar teilweise südamerikanisch.- Kubanische, schwitzige Beats und Jorja Smiths Stimme, die Rihannas nicht unähnlich, aber etwas unangestrengter, ist wechseln sich mit einer starken Disco-Atmosphäre wie z.B. in “Dead To Me” ab. Alles in Allem präsentiert sich Kali Uchis modern und gleichzeitig originell, an Stellen etwas belanglos und zu ausufern. Sommer-Album Nr. 1.

anhören: After The Storm, Tyrant

Alina Baraz – The Colour Of You

Etwas weniger angestrengt als Banks, etwas strukturierter als Kali Uchis kommt Alina Baraz daher. Während die Synergie zwischen ihr und Khalid auf “Floating” und “Electric” eine angespannte und intime Atmosphäre erzeugen überzeugt Alina Baraz auf Solo-Songs mit einem Sound, dem man auf den ersten EIndruck viele Labels aufdrücken möchte. Irritiert stellt man dann fest, dass so viele Sticker gar keinen Platz darauf finden würden und gibt sich damit zufrieden Alina Baraz als Hybriden und natürliches Produkt von House à la OODESZA, RnB à la Banks und minimalistischem Electro-Singer Songwriter zu verstehen. “Fallin” ist dabei etwas gefühlvoller und “I Don’t Even Know Why Though” dreckiger und dichter. Sommer-Album Nr. 2.

anhören: Electric, Fallin, Coming To My Senses

Cardi B – Invasion of Privacy

Die neue Queen des amerikanischen Raps ist zurück und macht auf ihrem Album vieles so wie ihr Homeboy Offset auf “Culture II”. Höchstklassige Beats, Bad-Bitch-Rap ohne Kompromisse und mit weniger Schnörkeln verziert als die Migos es auf ihrem letzten Album noch versucht haben. Cardi kommt zum Punkt und lässt mit Tracks wie “Bickenhead”, “Drip feat. Migos”, “Money Bag” und “She Bad” auch keinen Zweifel daran, dass sie sich als neue Frontfrau des amerikanischen Rap-Geschäfts inszenieren möchte. Gelungen, und mit Sicherheit nicht für jeden was.

anhören: alles oder nichts

Singles

Drake – Nice For What

Drake ist im Old-School-Rap angekommen. Weiblicher Background-Chor und Rap ohne Allüren beweisen, dass der Bestseller Drake auch noch ganz “real” kann, Und wer weiß, vielleicht ist ein Drake, der sich soundmäßig mal wieder auf die Vergangenheit besinnt ja ein Signal an die zahlreichen Trap-Rapper, die nicht mal mehr in ihren bunten Frisuren Individualität finden. Sommer-Track.

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